Glossar

Verband der Ersatzkassen

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleister aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 26 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

BARMER GEK
TK - Techniker Krankenkasse
DAK-Gesundheit
Kaufmännische Krankenkasse - KKH
HEK - Hanseatische Krankenkasse
hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) als Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen "Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)" in Eisenach gegründet. Sein Hauptsitz mit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich seit 2009 in Berlin.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt rund 300 sowie weiteren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

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Versorgung von Frühgeborenen (Neonatologie)

Bei der Neonatologie handelt es sich um einen Zweig der angewandten Kinderheilkunde, der sich mit der Vorsorge und Behandlung von Neu- bzw. Frühgeborenen beschäftigt. Hierbei ist die Sicherstellung einer guten Versorgungsqualität von großer Bedeutung. Speziell die Behandlung von Frühgeborenen stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar.

Auf Grundlage der Neonatalerhebungen (Erhebungen zur Neu- und Frühgeborenenversorgung) der Bundesländer wurde in den vergangenen Jahren ein bundeseinheitliches Qualitätssicherungsverfahren Neonatologie entwickelt und zum 01.01.2010 verpflichtend eingeführt.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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Vorbeugung eines Druckgeschwürs (Dekubitusprophylaxe)

Ein Dekubitus ist eine durch länger anhaltenden Druck entstandene Wunde der Haut bzw. des darunterliegenden Gewebes. Dieses Wundliegen ist eine sehr ernst zu nehmende Komplikation bei pflegebedürftigen Personen. Ein Dekubitus kann in Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen und als Folge lange andauernder Bewegungs- oder Bewusstseinseinschränkung auftreten. Dementsprechend sind besonders häufig ältere Menschen von einem Dekubitus betroffen.

Ein Dekubitus ist für den betroffenen Patienten sehr schmerzhaft und führt meist über Monate zu einer Pflegebedürftigkeit. Neben der aufwendigen Wundversorgung können im Extremfall Operationen zur plastischen Deckung der entstandenen Haut- und Weichteildefekte erforderlich sein. Aus ethischer, medizinisch-pflegerischer und ökonomischer Perspektive muss es ein zentrales Anliegen sein, Druckgeschwüren (Dekubitalulzera) konsequent vorzubeugen (Dekubitusprophylaxe).

Wie häufig ein Dekubitus bei Patienten während eines stationären Aufenthalts im Krankenhaus auftritt (Dekubitusinzidenz), gibt Aufschluss über die angewendeten Vorbeugungs- und ggf. rechtzeitig eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen. Diese „Dekubitusinzidenz“ gilt international als ergebnisorientierter Qualitätsindikator in Bezug auf die Patientensicherheit im Krankenhaus.

Der Schweregrad eines Dekubitus wird auf einer Skala von 1 bis 4 klassifiziert. Die Gradeinteilung basiert auf der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10-GM, Kode L89).

Das Verfahren der Dekubitusprophylaxe im Rahmen der externen stationären Qualitätssicherung bezieht sich auf Patienten, bei denen während eines vollstationären Aufenthalts Dekubitalulzera auftreten. Ab dem Erfassungsjahr 2013 werden dabei alle Patienten ab 20 Jahren berücksichtigt. Bis 2012 war die Erfassung auf Patienten begrenzt, die 75 Jahre oder älter waren.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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