Glossar

Schmerzfreies Krankenhaus

Krankenhäuser können ihr Schmerzmanagement durch die Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie - Certkom e.V. zertifizieren lassen. Diese Krankenhäuser erhalten dann das Zertifikat „Schmerzfreies Krankenhaus“. Damit weisen sie ein besonderes Engagement bei der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen im Krankenhaus nach.

Krankenhäuser mit dem Zertifikat „Schmerzfreies Krankenhaus“ können Sie über den Bereich „Qualitätsmerkmale und Barrierefreiheit“ suchen.

  Nach oben

Selbstverwaltung

Die Selbstverwaltung ist das tragende Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Sie ist nicht nur Kontrollorgan für Vorstände und Verwaltungen der Krankenversicherungsträger, sondern auch Zeichen von demokratischer Mitsprache der Versicherten. Denn die Versicherten entscheiden durch ihre in die Verwaltungsräte der Kassen gewählten Vertreter über wesentliche Belange der gesetzlichen Krankenversicherung mit.

Anders als beispielsweise in rein staatlich oder rein privatwirtschaftlich organisierten Gesundheitssystemen ist die selbstverwaltete gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Ausdruck von Subsidiarität und Staatsferne, der Beteiligung der Betroffenen, von Eigenverantwortung, Solidarität und Demokratie.

Die gesetzlichen Regelungen zur Selbstverwaltung finden sich im Sozialgesetzbuch IV (SGB IV).

  Nach oben

Sentinel Event

Unter den sogenannten „Sentinel Event-Indikatoren“ werden Qualitätsindikatoren verstanden, die zur Beschreibung von seltenen schwerwiegenden Ereignissen von besonderer Bedeutung sind. Bei Eintritt eines solchen Falles wird im Referenzbereich der Ergebnistabelle „Sentinel Event“ angegeben. Jeder einzelne Fall, jedes „Sentinel Event“ hat einen Strukturierten Dialog zur Folge. Ein Beispiel für einen Sentinel-Event-Indikator ist die Müttersterblichkeit bei der Geburt im Leistungsbereich Geburtshilfe.

  Nach oben

Strukturierter Dialog

Die Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern folgt dem Prinzip des konstruktiven Austauschs, dem „Strukturierten Dialog“.

Im ersten Schritt werden die von den Krankenhäusern gelieferten Daten zur externen stationären Qualitätssicherung systematisch ausgewertet. Krankenhäuser mit Auffälligkeiten in einzelnen Leistungsbereichen sind zunächst nur „rechnerisch auffällig“. Bei diesen rechnerisch auffälligen Krankenhäusern werden vorerst mögliche Ursachen durch Fachexperten im sogenannten Strukturierten Dialog analysiert. Erst dort kann geklärt werden, ob tatsächlich qualitative Abweichungen vorliegen oder die Unregelmäßigkeiten auf besonders schwere Behandlungsfälle oder sogar Unstimmigkeiten in der Dokumentation zurückzuführen sind.

Falls tatsächlich Abweichungen vorliegen, wird Krankenhäusern Beratung angeboten oder sie werden vor Ort durch Fachexperten aufgesucht. Rechnerische Ergebnisse sind ohne die Bewertung durch den Strukturierten Dialog nicht interpretierbar.

  Nach oben