Glossar

Operation an den Herzkranzgefäßen (Isolierte Koronarchirurgie)

Unter Koronarer Herzerkrankung (KHK) versteht man eine Verengung der Herzkranzgefäße. In den meisten Fällen ist eine Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose) die Ursache für die Erkrankung. Im fortgeschrittenen Stadium der KHK entsteht im Herzmuskel ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot. Dieses Krankheitsbild äußert sich zum Beispiel in Form von anfallsartigen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris).

Die klinischen Folgen der KHK - wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen - führen die Todesursachenstatistik in Deutschland an. Wesentliche Ziele der Behandlung einer chronischen KHK sind die Steigerung der Lebensqualität durch Verringerung der Angina-pectoris-Häufigkeit, die Verbesserung der Belastungsfähigkeit des Patienten, die Prävention der klinischen Folgen der KHK (insbesondere des Myokardinfarktes und der Herzinsuffizienz) sowie die Senkung der Sterblichkeit.

Eine Möglichkeit, die Verengung der Herzkranzgefäße zu behandeln, ist eine Bypass-Operation: hierbei wird der verengte oder verschlossene Abschnitt des Herzkranzgefäßes durch ein an anderer Stelle des Körpers entnommenes Blutgefäß (Vene oder Arterie) überbrückt.

In dem hier dargestellten Leistungsbereich werden Patienten betrachtet, die ausschließlich an den Herzkranzgefäßen operiert worden sind, daher der Begriff „isolierte Koronarchirurgie".

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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Operation an der Brust (Mammachirurgie)

Der Leistungsbereich Mammachirurgie (Brustchirurgie) zielt auf die Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom, Mamma-CA). Es handelt sich um die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Ca. 29 % aller krebsbedingten Todesfälle bei Frauen im Alter zwischen 35 und 60 Jahren sind auf das Mammakarzinom zurückzuführen. In äußerst seltenen Fällen kann diese Erkrankung aber auch bei Männern auftreten.

Die Früherkennung (u. a. durch das Mammographie-Screening) sowie die adäquate Diagnostik und die stadiengerechte Therapie des Brustkrebses ermöglichen es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die krankheitsbedingte Sterblichkeit zu senken. Die Behandlungsplanung sollte umfassend und sorgfältig erfolgen und bei der Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten sollten stets die individuelle Situation der Patientin, das Therapieziel, die Nutzen-Risiko-Abwägung sowie die Präferenzen der Patientin berücksichtigt werden. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Fachdisziplinen sowie die informierte, gemeinsame Entscheidungsfindung von Patientin und Arzt.

Die Behandlung des Mammakarzinoms besteht aus mehreren Säulen. Bei den operativen Behandlungsmöglichkeiten wird zwischen brusterhaltender Operation und einer vollständigen Entfernung der betroffenen Brust (Mastektomie) unterschieden. Der Lymphknotenstatus, d. h. eine Aussage darüber, ob und in welchem Ausmaß bei einer Patientin ein Tumorbefall der in der Achsel befindlichen (axillären) Lymphknoten vorliegt, hat einen Einfluss auf die weitere Therapieplanung und den Verlauf der Erkrankung. Um eine Aussage zum Lymphknotenstatus zu ermöglichen, können die Entfernung der Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) und in bestimmten Fällen die Ausräumung der axillären Lymphknoten (Axilladissektion) notwendig sein. Nach der Entfernung einer Brust gibt es mehrere Möglichkeiten des Wiederaufbaus (plastische Rekonstruktion) und der äußeren prothetischen Versorgung. Je nach Art des Tumors sind die Chemo-, Hormon- bzw. Antikörpertherapie und/oder Bestrahlung Bestandteile der Behandlung.

Die konsequente Anwendung wissenschaftlich basierter Standards in der Brustkrebstherapie führt insgesamt sowohl zu einer verbesserten individuellen Prognose der Betroffenen als auch zu einer erhöhten Lebensqualität. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt über alle Stadien hinweg bei ca. 85 %. In jedem Stadium ist die Qualität der Versorgung für das Überleben und die Lebensqualität von entscheidender Bedeutung.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idcat=15. Stand: September 2013)

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OPS

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemein medizinischen Maßnahmen im Krankenhaus und beim ambulanten Operieren. Er dient als Grundlage für Leistungsnachweise und die Abrechnung der Krankenhäuser gegenüber den Krankenkassen. In Deutschland zugelassene Krankenhäuser sind gesetzlich zur Dokumentation ihrer Leistungen nach dem OPS verpflichtet.

Bei der Suche im Feld „Behandlungsmaßnahme/Untersuchung“ werden Ihnen die ersten 1000 Auswahlmöglichkeiten angezeigt, die zu Ihrer Eingabe passen.

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