Glossar

Herzchirurgie

Die Herzchirurgie befasst sich mit den operativen Eingriffen am Herzen und den Herzgefäßen. Dazu zählen Eingriffe an den Herzklappen (wie den Aortenklappen) und den Herzkranzgefäßen (Koronarien). Dieser Leistungsbereich wurde deshalb aufgeteilt in Aortenklappenchirurgie isoliert, Koronarchirurgie isoliert sowie kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie.

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Herzschrittmacher-Aggregatwechsel

Ein Herzschrittmacher besteht aus einem Aggregat, das Elektronik und Batterie in einem Gehäuse vereinigt, sowie aus einer oder mehreren Sonde(n). Letztere dienen als „Antenne“ für die herzeigenen Signale und als Überträger der Stimulationsimpulse des Herzschrittmachers. Nach der Implantation eines Herzschrittmachers erfolgt bei Erschöpfung der Batterie nach einigen Jahren ein Aggregatwechsel - Entfernung (Explantation) des alten und Einsetzen (Implantation) eines neuen Aggregats). Ziel der Herzschrittmachertherapie ist die Senkung bradykarder Herzrhythmusstörungen ohne vermeidbare Beeinträchtigung der Lebensqualität für den Patienten. Die Anzahl von Folgeeingriffen nach der erstmaligen Implantation des Herzschrittmachers sollte daher möglichst gering gehalten werden. Folgeeingriffe werden notwendig bei:

  • Komplikationen, wie z.B. Dislokationen der Sonden, Aggregatdefekte oder Infektionen des Schrittmachersystems
  • Erschöpfung der Batterie(n) des Herzschrittmacher-Aggregats

Herzschrittmacherbatterien können nicht separat ausgetauscht werden, d.h. es ist immer ein Wechsel des kompletten Aggregats erforderlich. Der Aggregatwechsel selbst stellt einen vergleichsweise einfachen operativen Eingriff dar, bei dem dennoch Taschenhämatome und Wundinfektionen als Komplikationen auftreten können. Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass das Risiko einer Wundinfektion mit der Anzahl der Wechseloperationen steigt. Aggregatwechsel sollten möglichst selten stattfinden, um eine unnötige Belastung des Patienten zu vermeiden. Entsprechend sind lange Aggregatlaufzeiten anzustreben.

Die Indikatoren des Leistungsbereichs Herzschrittmacher-Aggregatwechsel richten sich insbesondere auf die Lebensdauer des zu ersetzenden Aggregats und die diesbezügliche Dokumentation. Weitere Indikatoren beziehen sich auf die Dauer des Eingriffs und die Durchführung notwendiger Funktionsmessungen des neuen Aggregats während der Operation sowie auf Komplikationen im Zusammenhang mit dem Eingriff und die Sterblichkeit.

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Herztransplantation

Die Herztransplantation ist ein hochkomplexer medizinischer Eingriff, der mittlerweile jedoch ein etabliertes Behandlungsverfahren ist. Voraussetzung für die Transplantation ist eine unheilbare Herzerkrankung (die sogenannte terminale therapierefraktäre Herzinsuffizienz), die so weit fortgeschritten ist, dass der Patient ohne diesen Eingriff eine nur noch sehr geringe Überlebenszeit hat. Dabei muss das Risiko des operativen Eingriffs und der möglichen Langzeit-Komplikationen geringer sein als das individuelle Risiko, an der eigentlichen Grunderkrankung zu versterben. Eine Transplantation wird erst dann in Betracht gezogen, wenn alle übrigen organerhaltenden Behandlungsmöglichkeiten (sowohl medikamentös als auch operativ) ausgeschöpft sind.

In den Anfängen der Herztransplantation wurden ausschließlich Spender akzeptiert, die jünger als 40 Jahre waren und keine Vorerkrankungen des Herzens aufwiesen. Mittlerweile werden Spenderherzen bis zu einem Alter von 70 Jahren akzeptiert. Trotzdem hat die Zahl der Spender insgesamt eher abgenommen: Einerseits werden längst nicht alle potenziellen Spender von den Krankenhäusern gemeldet, andererseits beträgt auch die Ablehnungsrate einer Organspende durch die Angehörigen eines Verstorbenen teilweise bis zu 50%. Infolgedessen hat sich die Wartezeit auf eine Herztransplantation im Laufe der letzten 10 Jahre dramatisch verlängert. Angesichts des extremen Organmangels ist zumindest zu vermerken, dass es dank des Einsatzes von Assist- Device-Systemen zunehmend häufiger gelingt, die Wartezeit bis zu Transplantation zu überbrücken. Eine Aussage über die Situation der Patienten auf der Warteliste ist mit dem derzeitigen Qualitätssicherungsverfahren jedoch nicht möglich.

Beschluss und Auftrag des G-BA vom 20.06.2013:

Die Qualitätssicherung bei Herztransplantationen soll weiterentwickelt werden und sich künftig auch auf Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme erstrecken. Bis zum Erfassungsjahr 2015 sollen die Voraussetzungen für die Datenerhebung geschaffen werden.

(Quelle: AQUA- Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. https://www.sqg.de/front_content.php?idart=110. Stand: September 2013)

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Herztransplantationen und Herzunterstützungssysteme/Kunstherzen

Als zeitweise oder dauerhafte Alternative zur Herztransplantation erhalten manche Patienten einen apparativen Ersatz. Dieser wird als Herzunterstützungssystem oder Kunstherz bezeichnet.

Die externe stationäre Qualitätssicherung erfasst in diesem Leistungsbereich sowohl Informationen zu den Herzunterstützungssystemen/Kunstherzen, als auch zu den Herztransplantationen.

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Hüftendoprothesenversorgung

Das Einsetzen einer Endoprothese am Hüftgelenk zählt in der Krankenhausstatistik zu den am häufigsten durchgeführten Operationen (ca. 210.000 im Erfassungsjahr 2014) bei vollstationären Patientinnen und Patienten.

Die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks, die endoprothetisch versorgt wird, ist die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose). Ruhe- oder Belastungsschmerzen und zum Teil große Bewegungseinschränkungen treten oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf und beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Außer zur Behandlung des Gelenkverschleißes wird der künstliche Hüftgelenkersatz auch bei der Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen (z. B. Schenkelhalsfraktur) durchgeführt. Bei der Implantation wird das künstliche Hüftgelenk mit den körpereigenen Knochen verbunden.

Der Indikation liegen unterschiedliche, sowohl traumatische als auch degenerative Ursachen zugrunde, wobei auch Komplikationen aufgrund der Erstimplantation zu den wichtigen Indikationskriterien für einen Hüft-Endoprothesenwechsel zählen. Ein (vorzeitiger) Wechsel kann dann notwendig werden, wenn es zu einer Lockerung des Implantats, Instabilität des künstlichen Gelenks, einer ausgedehnten bakteriellen Infektion oder fortschreitendem Verschleiß in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen kommt.

Im Leistungsbereich Hüftendoprothesenversorgung der externen stationären Qualitätssicherung werden die Qualitätssicherungsdaten der orthopädischen bzw. unfallchirurgischen Kliniken zum künstlichen Hüftgelenkersatz erhoben. Dazu gehören die Qualitätssicherungsdaten zur Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation einschließlich der endoprothetischen Versorgung von hüftgelenknahen Femurfrakturen und zu ein- oder zweizeitigen Hüft-Endoprothesenwechseln und -komponentenwechseln.

Quelle: IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, https://iqtig.org/ergebnisse/qs-verfahren/hep/, Stand: Januar 2017)

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Hygiene

Damit Menschen sich und andere nicht mit Krankheitserregern anstecken, müssen bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. Im Krankenhaus zählen zur Hygiene z.B. die Händedesinfektion und die Sterilisation von Geräten. Im privaten Bereich gehört z.B. das Händewaschen zur Hygiene.

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Hygienekommission

Um die Hygiene zu verbessern und damit Infektionskrankheiten vorzubeugen, können Kliniken im Rahmen ihres Risiko- und Qualitätsmanagements spezielle Arbeitsgruppen einrichten. Die Teilnehmer dieser Arbeitsgruppen treffen sich
regelmäßig in sogenannten Hygienekommissionen, wo sie sich austauschen und - unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene im Klinikgeschehen erarbeiten. Hierfür werden zum Beispiel Behandlungsverläufe von Patienten analysiert, bei denen es zu Problemen kam.

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